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Die Freizeit der Kinder ist im Fachklinikum Borkum Bestandteil einer erfolgreichen Therapie. Sandstrände und Meer laden die kleinen Patienten zum Tollen und Spielen ein. Ein qualifiziertes Team überrascht mit immer neuen Ideen und hilft so den Kindern Kraft zu schöpfen, um mit ihrer Krankheit besser umzugehen.
Was sein größter Wunsch ist? "Im Musikverein Runkel Waldhorn spielen." Das steht für den fünfjährigen Marcus aus Limburg-Eschbach schon lange fest. Doch dafür benötigt man viel Luft, und die fehlt ihm oft. Marcus leidet an Belastungsasthma.
Um das Asthma weiter in den Griff zu bekommen, fährt Heidi Wagenbach diesen Sommer zum dritten Mal mit ihrem Sohn Marcus in das Fachklinikum Borkum. Was sie an der Klinik besonders schätze, sei neben einer optimalen medizinischen Behandlung die einfühlsame Betreuung der Kinder. "Auf die Kinder wurde immer ganz aufmerksam eingegangen, ohne jeglichen Zwang", erklärt Heidi Wagenbach. Das sei für Marcus ganz wichtig gewesen.
Gerade chronischen Erkrankungen wie Asthma liegen sehr komplexe Ursachen zugrunde. Dabei spielen auch psychische Belastungen eine große Rolle. Deshalb ist es besonders wichtig, dass die Kinder spielend lernen, mit der Krankheit umzugehen. Dazu gehört neben der täglichen Therapie, wie zum Beispiel Schwimmen, Inhalieren, Atemgymnastik und Entspannungsübungen, auch Zeit zur freien Gestaltung.
Tollen und spielen nach der Therapie
"Am schönsten war es, am Strand zu spielen: Burgen bauen, Löcher graben und die dann mit Wasser füllen." Strahlend berichtet Marcus von seinem ersten Bad in der Nordsee. "Das war toll." Ein Team aus Erziehern sorgt im Fachklinikum Borkum für ein reichhaltiges Freizeitangebot. Kleinkinder bis zwei Jahre können sich in der Krabbelstube austoben, während ältere Kinder in offenen Spielgruppen betreut werden. Neben kreativen Angeboten wie Töpfern und Seidenmalerei stehen zweimal täglich Sing- und Tanzspiele auf dem Programm. "Ganz wichtig für die Kinder ist es auch, sich außerhalb des Klinikgeländes zu bewegen. Deshalb bieten wir ein vielfältiges Außenprogramm an", erklärt eine Erzieherin des Teams. "Sehr beliebt sind Spiele am Strand. Das Trampolin am Nordstrand ist bei den Kindern besonders begehrt." Aber auch andere Attraktionen bietet die Insel: Heimatmuseum, Leuchtturm oder Meerwasseraquarium zählen bei den kleinen Patienten zu den beliebten Ausflugszielen. "Eigentlich wollte Marcus erst nicht alleine mit den anderen Kindern den Leuchtturm besuchen", beschreibt Heidi Wagenbach die Zurückhaltung von Sohn Marcus. "Doch dann war er ganz begeistert."
Das Kurhaus lädt ein
Auch das Kinderangebot des Kurhauses der Insel Borkum wird gerne von den Erziehern des Fachklinikums genutzt. Clowns, Puppentheater oder Tanzgruppen ziehen die kleinen Gäste in ihren Bann, während die Älteren abends am Strand um ein Lagerfeuer sitzen. "Dabei vergessen sie ihre Krankheit dann auch mal", sagt eine Erzieherin. "Und das ist das Wichtigste."
Beim Abschied hält Marcus einen kleinen, roten Bagger in die Höhe: "Ich kann jetzt schwimmen und tauchen." Das habe er in der letzten Rehamaßnahme gelernt, erklärt die Mutter. Professor Manzke, Pädiater im Fachklinikum Borkum, schenkte ihm, wie versprochen, einen Bagger. "Und der ist jetzt sein ganzer Stolz."