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Spezielle Schulungen sollen Kindern und Jugendlichen helfen, ihre Hauterkrankung besser in den Griff zu bekommen. Die Arbeitsgemeinschaft Neurodermitis-Schulung e.V. (AGNES) bildet deshalb Ärzte, Psychologen und Ernährungsexperten zu Neurodermitis- Trainern aus.
10 bis 15 Prozent aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland sind an Neurodermitis erkrankt. Auf Grund des chronischrezidivierenden Charakters stellt die entzündliche Hauterkrankung nicht nur für die Betroffenen selbst, sondern für die gesamte Familie eine enorme Belastung dar. Abhilfe schaffen sollen qualifiziert ausgebildete Neurodermitis-Trainer, die in einem interdisziplinären Team den hautkranken Kindern und ihren Eltern spezielle Schulungen anbieten. Das Schulungskonzept orientiert sich dabei an den Richtlinien und Qualitätsstandards, die derzeit in einem vom Bundesgesundheitsministerium für Gesundheit initiierten Modellprojekt evaluiert werden. Im Rahmen dieses Modellvorhabens haben sich neun Neurodermitis-Zentren in Deutschland zur Arbeitsgemeinschaft Neurodermitis- Schulung (AGNES) zusammengeschlossen und neben einem Konzept für die ambulante Neurodermitis-Schulung von Kindern, Jugendlichen und deren Eltern einen Leitfaden für die Ausbildung zum Neurodermitis- Trainer erarbeitet.
Interdisziplinäres Team
Bei allen Schulungssettings wird besonderer Wert auf das interdisziplinäre Arbeiten von Ärzten, Psychologen, Ökotrophologen und Pädagogen gelegt. Neben den medizinischen Grundlagen beinhaltet die Ausbildung auch psychosoziale Aspekte der Erkrankung und ihrer Bearbeitung. Gleichzeitig werden die kommunikative Kompetenz, Gruppendynamik und methodische Arbeitsweise der künftigen Trainer gefördert. Am Ende der Ausbildung erhält jeder Teilnehmer, insofern er die Aufnahmekriterien erfüllt hat, ein Zertifikat der AGNES. Damit verfügt er über eine „Qualifikation zum Neurodermitis- Trainer“, die ihn dazu berechtigt, Neurodermitis-Schulungen durchzuführen. Allerdings unter einer Voraussetzung: Jeder Trainer muss sich sein eigenes interdisziplinäres Expertenteam, bestehend aus einem Dermatologen oder Pädiater, einem Psychologen und einem Ernährungswissenschaftler, zusammenstellen.