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Seit 1997 verfügt das Fachklinikum Borkum über ein der Klinik angegliedertes Eltern-Kind-Haus. Das so genannte Rooming-in-System bietet Eltern und Kindern beste Voraussetzungen für ein harmonischen Zusammenwohnen. Ziel dieses Konzeptes ist es, das Wohlbefinden der kleinen Patienten zu erhöhen und die Eltern in die Therapie mit einzubeziehen.
Ein stationärer Klinikaufenthalt stellt mitunter Familien mit kleinen Kindern vor größere Probleme. Zu den Sorgen über die Erkrankung des Kindes kommen noch Fragen über die Betreuung und Unterbringung. Gerade Kinder in medizinischer Behandlung benötigen eine vertraute Person in ihrer unmittelbaren Nähe.Das Fachklinikum Borkum mit seinem separaten Eltern-Kind-Haus wird den Bedürfnissen von Kindern und Kleinstkindern in besonderem Maße gerecht. Rooming-in heißt die bewährte Form der Unterbringung, die ein entspanntes Zusammenwohnen ermöglicht und sowohl dem begleitenden Elternteil als auch dem Kind den notwendigen Freiraum lässt. Damit sind die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Therapie geschaffen.
In den hellen und geräumigen Appartements sind abgetrennte Kinderzimmer eingerichtet, so dass die Kinder hier ihr eigenes kleines Reich haben. Selbstverständlich sind die Appartements allergikerfreundlich und mit einem separaten Bad ausgestattet. Für Familien mit ganz kleinen Kindern stehen eine Wickelauflage und eine Babyphoneanlage zur Verfügung. Auf jeder Etage befindet sich ein Spiel- und Aufenthaltsraum. Hier können die Kinder unbeschwert spielen und toben. Wer das Fläschchen erwärmen oder eine Suppe zubereiten möchte, dem stehen mehrere Teeküchen zur Verfügung.
Chronisch kranke Kinder - Stress für Eltern muss nicht sein
Besonders Eltern von chronisch kranken Kindern neigen dazu, ihre Kinder besonders zu umsorgen und auf jede Kleinigkeit zu reagieren. Dies ist sowohl für die Eltern als auch für die Kinder mitunter sehr anstrengend und führt oftmals zu Stresssituationen. Deshalb ist es wichtig, dass auch die Eltern ein gutes Verhältnis zur Erkrankung ihres Kindes entwickeln und lernen, dass Überbesorgnis dem Kind nicht unbedingt hilft. Im Gegenteil, die Kinder sollen durch die Therapie neues Selbstvertrauen gewinnen und gemeinsam mit den Eltern zu einem Leben zurückfinden, in dem nicht mehr nur die Krankheit im Mittelpunkt steht. Dazu gehört auch, dass die Eltern sich wieder Zeit für sich selbst einräumen, beispielsweise an Elternseminaren teilnehmen und sich mit anderen Eltern austauschen und neue Kontakte knüpfen können.