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Die Wahl des geeigneten Inhalationsgerätes ist gerade bei Kindern nicht immer einfach. |
Als Inhalation bezeichnet man das Einatmen von Heilmitteln in Form von Gasen, Dämpfen oder zerstäubten Flüssigkeiten. Die Inhalationstherapie wird vor allem bei Erkrankungen der Atemorgane angewendet. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, einen Wirkstoff zu inhalieren. Doch die Wahl des geeigneten Inhalationsgerätes ist nicht immer einfach. Denn dabei spielt die Art der Atemwegserkrankung und der Patient selbst eine wesentliche Rolle. Im Fachklinikum Borkum wird die Anwendung von Inhalationshilfen individuell auf den Patienten abgestimmt.
Gerade bei Kindern ist die richtige Wahl des Inhalationsgerätes oftmals mit Schwierigkeiten verbunden. Viele Inhalationsgeräte, wie zum Beispiel die Pulver- und Dosieraerosole, erfordern eine präzise Handhabung, die zunächst erlernt werden muss. Hinzu kommt, dass insbesondere kleinere Kinder vor der Inhalation Angst haben und sich deshalb verspannen.“ Bärbel Psiorz, leitende Schwester im Fachklinikum Borkum, spricht aus Erfahrung. Mehrmals täglich müssen die kleinen Patienten mit Atemwegserkrankungen inhalieren. Um den Kindern die Angst vor den Inhalationsgeräten zu nehmen, führen sie die Therapie zusammen mit einem Elternteil oder mit anderen Kindern durch.
Der Erfolg einer Inhalation hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. „Zur Inhalation ist eine gewisse Atemstromstärke erforderlich, die von schwer kranken Asthmapatienten und Kleinkindern oft nicht erreicht wird“, so Frau Psiorz. Das sei der Nachteil der so genannten Pulverinhalatoren. Der Wirkstoff wird bei solchen Geräten zwar optimal in der Lunge verteilt, aber Sprühstoß und Atemzug müssen synchronisiert werden, und das erfordert ein gewisses Maß an Übung. Elektrische Inhalationsgeräte haben den Nachteil, dass sie von einer Stromquelle abhängig sind und so im Wesentlichen für den häuslichen Gebrauch eingesetzt werden. Allerdings können lange Inhalationszeiten – zehn bis fünfzehn Minuten – auch psychisch beruhigend wirken.
„Ausschlaggebend für den Erfolg einer Inhalationstherapie ist jedoch die richtige Atemtechnik“, versichert Bärbel Psiorz, „die durch atemgymnastische Übungen mit Erlernen der richtigen sowie vollständigen Ein- und Ausatmung (u.a. unter Einbeziehung des Zwerchfells) trainiert werden kann.“
Was muss ich bei einer Inhalationstherapie außerdem beachten?
• Vermeidung unspezifischer (Kälte, Luftverschmutzung, Reizgase, Tabakrauch etc.) und spezifischer (Allergene) Auslöser des Asthmas
• Meidung von Infektionsquellen
• Prophylaktische Impfungen
• Meidung des Aufenthaltes in sehr trockenen Räumen
• Richtige Berufswahl
• Prophylaktische Inhalation eines bronchialerweiternden Mittels vor größeren Anstrengungen, wie zum Beispiel vor einer Radtour
• Freie Nasenatmung (u.a. Nasenspülungen bzw. abschwellende Nasentropfen bei infektbedingtem Schnupfen
• Regelmäßige Inhalation der verordneten Medikamente
• Richtig durchgeführte Inhalationstechnik; Benutzung einer Inhalationshilfe bei Dosieraerosolen, insbesondere bei der Inhalation von Kortikoiden
• Sauberkeit des Inhalationsgerätes; Bei Verschmutzung besteht Infektionsgefahr durch die Inhalation von Bakterien oder Pilzen
• Entspannungsübungen zur Stressbewältigung