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Asthma bronchiale ist bei Kindern und Jugendlichen die am häufigsten verbreitete chronische Erkrankung. Die Prävalenzrate liegt bei etwa zehn Prozent. Gemäß einem biopsychosozialen Verständnis des Asthma bronchiale spielen neben der organmedizinischen Erkrankung auch die Wahrnehmungsfähigkeit von Auslösern und Symptomen, die Bewertung eigener Bewältigungsmöglichkeiten sowie Emotionsverarbeitung bei der Krankheitsbewältigung eine wesentliche Rolle. Die Einwirkung familiärer Faktoren wie des Erziehungsverhaltens, der Unterstützung des asthmakranken Kindes und des familiären Umgangs mit der Krankheit ist ebenso von großer Bedeutung.
Im Zentrum der psychologischen Asthmaschulung für Eltern im Fachklinikum Borkum steht deshalb auch neben der Wissensvermittlung über psychologische Zusammenhänge die Befähigung der Eltern, ihre Kinder adäquat zu unterstützen und einen selbstverantwortlichen Umgang mit der Erkrankung zu fördern. Dabei können Eltern lernen, eine Atmosphäre zu schaffen, in der es möglich ist, gelassen, aber nicht gleichgültig dem Asthma ihres Kindes gegenüber zu sein.
Sie sollten das tun, was nötig und möglich ist, aber gleichzeitig die Belastungen durch die chronische Erkrankung des Kindes möglichst gering halten. Eine Familienatmosphäre zu schaffen, in der ein „normaler“ Umgang mit der Erkrankung möglich ist und der Ausdruck von Gefühlen gefördert wird, ist dabei sehr hilfreich.
In vier Gruppensitzungen lernen die Teilnehmer die Bedeutung psychischer Faktoren für den Verlauf der Erkrankung kennen. Hierbei werden behandelt: