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Im pollenarmen Hochseereizklima der Nordseeinsel Borkum können Heuschnupfenpatienten auch während der Pollensaison körperlich aktiv sein. |
Das Fachklinikum Borkum verfügt über umfassende Möglichkeiten zur Diagnostik und Therapie der allergischen Rhinokonjunktivitis und nutzt dabei zusätzlich das schadstoff- und pollenarme Hochseereizklima für eine natürliche Besserung der Beschwerdesymptomatik. Ziel des auf Allergien spezialisierten Zentrums ist es, mit entsprechenden Maßnahmen eine dauerhafte Rehabilitation zu gewährleisten und der Entstehung weiterer Allergien vorzubeugen.
Wenn der lang ersehnte Frühling endlich Einzug hält, die Tage länger werden und die ersten Blumen und Bäume blühen, beginnt für Pollenallergiker eine mehrmonatige Leidenszeit: Die Nase läuft, die Haut juckt und die Augen brennen. Kopfschmerzen und Müdigkeit werden zum ständigen Begleiter. Allergien haben in den letzten Jahrzehnten deutlich an Häufigkeit zugenommen, so dass heute bereits jeder dritte Bundesbürger unter mindestens einer allergischen Erkrankung leidet. Gerade bei Kindern ist ein starker Anstieg der allergischen Rhinitis zu erkennen. Um der möglichen Entwicklung eines allergischen Asthmas vorzubeugen, sollte die Pollenallergie frühzeitig erkannt und effektiv behandelt werden.
Pollenarmes Hochseereizklima
Eine Allergie entsteht, wenn das körpereigene Abwehrsystem auf bestimmte Stoffe, wie etwa Blütenpollen, Hausstaubmilben oder Katzenhaare, überempfindlich reagiert. Es kämpft dann nicht gegen „gefährliche“ Krankheitserreger, sondern wehrt sich schon gegen harmlose Eindringlinge mit einer heftigen Entzündungsreaktion. Oberstes Gebot für den Allergiker ist es deshalb, den Kontakt zu Allergenen möglichst zu vermeiden. Das allergen- und schadstoffarme Hochseereizklima der Nordseeinsel Borkum bietet hierfür die ideale Voraussetzung. Ein mehrwöchiger Aufenthalt in der Reizklimazone führt bereits zu einer deutlichen Minderung der Beschwerden. Nach Rückkehr an den Wohnort zeigt sich trotz starken Pollenflugs üblicherweise eine anhaltende Besserung der Symptomatik, da durch die Allergenkarenz die Entzündungsreaktionen an der Schleimhaut und die Überempfindlichkeit deutlich verringert werden. Dies ist auf verschiedene Effekte der Klimatherapie auf das Immunsystem zurückzuführen.
Allerdings reicht der Aufenthalt in der Reizklimazone alleine nicht aus. Sowohl eine auf den Patienten ausgerichtete medikamentöse Therapie als auch eine Kombination aus Physio- und Psychotherapie sind die Bausteine für die Behandlung der allergischen Rhinitis. Ausgewählte Naturheilverfahren wie Akupunktur, Enzymtherapie, homöopathische Komplextherapie, mikrobiologische Therapie sowie Orthomolekulare Therapie und Phytotherapie ergänzen die konventionellen Behandlungsmethoden. Am Anfang einer zielgerichteten Behandlung steht jedoch immer eine umfassende allergologische Diagnostik. Dazu werden neben einer ausführlichen Erhebung der Krankengeschichte des Patienten verschiedene Hauttestungen, Blutuntersuchungen, sowie ggf. Provokationstestungen durchgeführt. Mittels einer Lungenfunktion kann auch die mögliche Beteiligung des Bronchialsystems an der allergischen Entzündung im Sinne eines Asthma bronchiale abgeklärt werden.
Physische und psychische Stabilität
Ergänzende Maßnahmen, die zur physischen und psychischen Stabilität beitragen, haben im Fachklinikum Borkum einen großen Stellenwert. Dazu gehört neben der Stärkung des Immunsystems durch Saunagänge, Kneipp- Anwendungen und Bewegung an der frischen Luft (Strandspaziergänge, Gymnastik, Walken) auch die Stabilisierung des psychischem Empfindens. Aus wissenschaftlichen Untersuchungen geht hervor, dass psychische Faktoren einen großen Einfluss auf die Entstehung und Ausprägung einer Allergie haben können. Psychologische Unterstützung in Gruppen- und Einzelgesprächen sowie Autogenes Training und Progressive Muskelrelaxation zum Stressabbau und zur Entspannung sind deshalb wesentliche Inhalte des Therapiekonzepts im Fachklinikum Borkum bei der Behandlung einer allergischen Rhinitis.
In Ergänzung zu den diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen hat sich das Fachklinikum Borkum zum Ziel gesetzt, seine Patienten (bei Kindern auch deren Eltern), durch Information und Aufklärung zu motivieren, aktiv am Heilungsprozess mitzuwirken. Hierfür werden unter dem Motto: „Was muss ich wissen, was kann ich selber tun“ regelmäßig Schulungen durchgeführt. Sie dienen der Vermittlung des aktuellen Wissens zur Erkennung und Behandlung allergischer Krankheiten wie der Pollenallergie. So lernen etwa die Eltern allergisch erkrankter Kinder, worauf sie regelmäßig zu achten haben und wie sie ihre Kinder vor einer Verschlimmerung des allergischen Krankheitsgeschehens bewahren können.