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Bei einer Neigung zu allergischen Erkrankungen wird seit langem beobachtet, dass der allergische Heuschnupfen häufig mit einem Asthma bronchiale kombiniert ist. Hierbei handelt es sich weniger um eine Verschiebung der allergischen Erkrankung als vielmehr um eine Ausweitung der Entzündungsreaktionen und Überempfindlichkeit der Schleimhäute auf die Bronchien bzw. auf die Nase.
Aktuell leiden in Mitteleuropa unabhängig vom Alter etwa 15–20 Prozent unter einer allergischen Rhinitis und etwa 5–15 Prozent an einem Asthma bronchiale. Gerade beim allergischen Asthma besteht bei einer Vielzahl der Betroffenen zusätzlich eine allergische Rhinitis, die meist der Asthma- Manifestation vorausgeht. Darüber hinaus lässt sich bei nahezu der Hälfte der Patienten mit einer alleinigen allergischen Rhinitis mittels einer bronchialen Provokation eine so genannte bronchiale Hyperreagibilität, das heißt eine Überempfindlichkeit der Bronchialschleimhaut, nachweisen.
Besserung durch adäquate Medikation
Bei Betrachtung dieses Zusammenhangs stellt sich die Frage, ob die Therapie einer allergischen Rhinitis die bronchiale Hyperreagibilität oder gar die Entwicklung eines Asthma bronchiale beeinflussen kann. Studien zeigen, dass die regelmäßige Anwendung nasaler Steroide (z. B. Fluticason oder Budesonid) auch eine Besserung der asthmatischen Beschwerden bzw. eine Abschwächung der bronchialen Hyperreagibilität hervorruft. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine frühzeitige effektive Therapie der allergischen Rhinitis bei Kindern durchaus einen protektiven, Effekt auf die mögliche Entwicklung eines allergischen Asthma bronchiale hat.
Dr. med. Herbert Jansen