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Patienten mit häufigen Infekten der oberen Atemwege klagen oft über starken Stress. Tatsächlich ist bei ihnen das Immunsystem vor allem bei chronischer psychischer Belastung deutlich geschwächt. Sport, Entspannungstechniken und eine richtige Ernährung können die Abwehrkräfte stärken.
Dass Stress ein wichtiger Faktor in der Ätiologie von Infektionen ist, wird weder in der Therapie noch bei der Prävention angemessen berücksichtigt, meint der Diplom-Psychologe Professor Joachim Kugler von der medizinischen Fakultät „Carl Gustav Carus“ der Universität Dresden. Bei chronischem Stress, den das Gehirn nicht mehr zu kompensieren vermag, spricht man in der Sport- und Präventivmedizin von einem „open window“ für das Eindringen von Krankheitserregern. Effiziente Maßnahmen, dieses Fenster klein zu halten, sind sowohl ausreichend Bewegung als auch eine optimale Nährstoffversorgung durch eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung. Sport und Bewegung müssen aber Spaß machen: Es geht deshalb nicht darum, freudlos ein tägliches Pflichtpensum zu absolvieren, denn dadurch wird Stress eher weiter auf- als abgebaut. Zu empfehlen sind Sportarten wie Golf, Ballspiele, Tanzen oder Kickboardfahren, die zudem dazu geeignet sind, koordinative Bewegungsmuster zu trainieren. Fazit: Vor allem durch Erfolgserlebnisse und Anregung zur eigenen Kreativität kommt das limbische System in Schwung und Infekte können abgewehrt werden.