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Sonnenbräune in Maßen ist nicht nur modisch, sondern auch gesund. Sie fördert die körperliche und seelische Befindlichkeit. Auch der Erholungseffekt und die Leistungsfähigkeit werden objektiv erhöht. Bei Patienten mit Hauterkrankungen wie Neurodermitis führt UVStrahlung, richtig dosiert und ärztlich überwacht, zu einer deutlichen Besserung des Hautzustandes. Die günstige Wirkung von UV-Strahlung auf Neurodermitis konnte bereits in zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen belegt werden. Das Fachklinikum Borkum macht sich die positiven Effekte des Lichtes für sein Therapiekonzept zu Eigen.
Bei regelmäßiger, dauerhafter Anwendung führt eine UV-Therapie bei Patienten mit Neurodermitis in der Regel zu einer anhaltenden Besserung des Hautzustandes. Wichtig dabei ist die Unterscheidung zwischen den kurzwelligen UV-Strahlen (UV-B mit einer Wellenlänge zwischen 280 und 315 nm) und den langwelligen UV-Strahlen (UV-A mit einer Wellenlänge zwischen 315 und 400 nm), die je nach Indikation unterschiedlich eingesetzt werden. Des Weiteren werden unter Berücksichtigung des jeweiligen Hauttyps und der Vorbräunung für jeden einzelnen Patienten bestimmte Behandlungsprotokolle festgelegt, wobei die Steigerung der Behandlungszeit je nach Verträglichkeit individuell erfolgt. Bei entzündlicher Neurodermitis werden größere Wellenlängen (UV-A1 und UV-A-Kaltlicht), bei chronischem Verlauf kleinere, also energiereichere Wellenlängen genutzt. Bei besonders schweren Krankheitsbildern kann auch eine Bade- oder Creme-PUVA(Psoralen+UV-A)- Therapie eingesetzt werden. Dabei wird die Substanz 8-Methoxypsoralen, welche die Lichtempfindlichkeit erhöht und die Wirksamkeit der UV-Therapie verstärkt auf die Haut aufgebracht und diese dann schließlich mit UV-A-Licht bestrahlt. Nach neueren Erkenntnissen erweist sich auch der Einsatz von UV-B-Bestrahlung, besonders in der chronischen Phase der Neurodermitis, als sehr günstig. Vor jeder Art von Lichttherapie ist zu beachten, dass bestimmte Medikamente, etwa Blutdrucksenker, Beruhigungsmittel, pflanzliche Arzneimittel, oder bestimmte Nahrungsmittel die Lichtempfindlichkeit zusätzlich erhöhen können.
Balneo-Phototherapie
Das Baden in einer Thermalsole oder in salzhaltigem Wasser erhöht die Lichtempfindlichkeit der Haut ebenfalls. Anschließend wird bei nasser Haut die UVBestrahlung durchgeführt. Zwei Verfahren der Balneo-Phototherapie haben sich bei Patienten mit Neurodermitis ganz besonders bewährt: die reine Sole- und Meerwassertherapie mit einer Salzkonzentration von mehr als 15 beziehungsweise 3,8 Prozent mit anschließender UV-A und/oder UV-B(311 nm)-Bestrahlung und bei schweren Formen des atopischen Ekzems die PUVA-Bäder, bei denen das 8-Methoxypsoralen der Badeflüssigkeit beigegeben wird. Die Bestrahlung erfolgt anschließend mit UV-A-Licht.
Im Fachklinikum Borkum kann die Balneo-Phototherapie aber auch auf ganz natürliche Weise durch ein Bad in der Nordsee und anschließendes Sonnenbaden erfolgen. Im Winter oder bei schlechtem Wetter steht für diese bewährte Therapie das Meerwasserschwimmbecken bzw. Meerwasserwannenbäder einschließlich der verschiedensten UVTherapien in der Klinik zur Verfügung.