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DIENSTAG, 24. AUGUST
Tag der Anreise. Unser Zimmer liegt im 3. Stock des Haupthauses. Wir sind total begeistert, als wir es sehen: Es ist sehr gepflegt, großzügig und geschmackvoll eingerichtet. Der Blick aufs Meer und den Strand ist bombastisch. Jetzt schnell das Auto auspacken und auf geht’s zum Abendessen. Das Büffett ist reichhaltig und vielseitig. Unser Tisch im Speisesaal liegt direkt an der Fensterfront mit Blick auf Strand und Meer.
MITTWOCH, 25. AUGUST
7:00 Uhr: Jetzt aber raus aus den Federn! Denn Frühstückszeit ist von 7:30 bis 8:15 Uhr. Anschließend fahren wir mit dem Fahrrad zum ersten Mal in die Stadt, um vergessene Dinge einzukaufen. Um 11:00 Uhr haben wir dann den ersten Termin bei unserer behandelnden Ärztin, Frau Dr. Hönig. Sie möchte alles ganz genau über unsere Krankengeschichte wissen. Gemeinsam mit ihr stellen wir aus dem großen Angebot verschiedener Anwendungen unseren Behandlungsplan zusammen. Nach dem Abendessen finden wir in unserem Fach die Terminpläne. Ui! Durchschnittlich 5–7 Termine pro Tag, da bleibt wenig Zeit für ein Mittagsschläfchen. Aber man ist ja schließlich nicht auf Urlaub. Abends fallen wir ziemlich früh in die Betten und schlafen wie die Steine.
DONNERSTAG, 26. AUGUST
Heute geht’s rund. Meerwasserwannenbad, Bestrahlung, Chefvisite auf dem Zimmer, Inhalation, Lungenfunktionstest in der Diagnostikabteilung, Ernährungsvortrag. Das Mittagessen wird für jeden Patienten individuell nach Verträglichkeit und/oder Abneigung zubereitet. Es gibt natürlich ein Hauptessen für die Patienten oder Begleitpersonen ohne Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Zum Frühstück und Abendessen gibt es ein reichhaltiges Büffett, an dem sich jeder selbst bedienen kann. Das Gute: Die Inhaltsstoffe in den Nahrungsmitteln oder in angemachten Salaten/Saucen sind angegeben.
FREITAG, 27. AUGUST
Wetter bescheiden – der schlechteste Tag seit unserer Ankunft. Bei mir sind heute nur vier Termine anberaumt. Wir wollen gerne mal in der Kreativ-Werkstatt vorsprechen, um uns einteilen zu lassen. Dort werden wirklich hübsche Sachen gemacht (Window-Color-Arbeiten, richtig tolle Mobiles, Gipsmalen, Seidenmalerei, Töpfern, Holzbrennen etc.). Frage mich nur, wie ich das zeitlich einplanen soll…
MITTWOCH, 08. SEPTEMBER 2004
Heute Bestrahlung, Inhalation, Walking am Strand, Lungenfunktionstest, Atemgymnastik und medizinische Neurodermitisschulung. Die unterschiedlichen Schulungen, die von verschiedenen Ärzten abgehalten werden, sind sehr informativ. Fragen werden immer gerne beantwortet. Ich kann behaupten, dass ich auf Grund meiner 40- jährigen Neuro-Laufbahn schon viel über diese Krankheit weiß, aber es gibt selbst für erfahrene Patienten doch immer noch den einen oder anderen Hinweis und Tipp, der hilfreich ist und den man noch nicht kannte. Die freie Zeit verbringen wir bei wolkenlosem Himmel in unserem Strandkorb. Abends ist Melanie beim Basteln (malt Teelicht- Halter aus Gips an), ich gehe noch mal an den Strand, wo wir es uns am Strandkorb bei einem leckeren Weißweinchen, Salzstangen und Teelichtern in der Burg gemütlich machen. Wieder mal ein traumhafter Sonnenuntergang ...
MONTAG, 20. SEPTEMBER 2004
Meerwasserbad, Bestrahlung, Inhalation, Massage und Kosmetik. Alles ein letztes Mal. Nach dem Mittagessen nehmen wir das finale Bad im Meer, was noch mal so richtig klasse ist. Dann müssen wir wohl oder übel unsere Siebensachen packen. Wir holen noch Melis angemalte Gips-Leuchttürme in der Beschäftigungstherapie ab. Meli möchte jetzt noch ein letztes Riesen-Eis aus der kleinen Eis-Konditorei – also auf in die Stadt. Um 20:30 Uhr ist zum Glück alles verladen, wir verabschieden uns noch bei unserer lieben Cafeteria-Steffi und gehen aufs Zimmer. Unsere letzte Nacht auf Borkum.
DONNERSTAG, 22. SEPTEMBER 2004
Wieder zu Hause. Heute erhielt ich mehrere Komplimente, wie gut ich aussehen würde. Freunde von mir sagten: So gut hast du schon lange nicht mehr ausgesehen! Ich sagte darauf: Tja, SO kann ich AUCH aussehen ... Ich fühle mich sehr wohl. Hoffentlich hält der Zustand lange an.