Aus dem Rehatagebuch von Michael und Gudrun Kühlewind
Das Gefühl, sich ständig kratzen zu müssen, kennt Michael Kühlewind nur zu gut. Schon als Baby litt der mittlerweile 11-Jährige an einer schweren Neurodermitis. Dazu gesellten sich eine Pollenallergie sowie ein leichtes allergisches Asthma. Schnell fand die Familie heraus, dass dem Jungen ein Aufenthalt an der Nordsee mit regelmäßigen Salzbädern Linderung verschaffte. Vor einigen Jahren wurde Frau Kühlewind schließlich auf das Fachklinikum Borkum aufmerksam. Seitdem verbringen Mutter und Sohn jedes Jahr vier bis fünf Wochen in dem Zentrum für Dermatologie, Allergologie, Pädiatrie und Umweltmedizin. „Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, dass die Erkrankung meines Sohnes umfassend behandelt wird“, betont Frau Kühlewind. „Durch die optimale medizinische Betreuung im allergen- und schadstoffarmen Hochseereizklima ist Michael nach jedem Aufenthalt für ein paar Monate beschwerdefrei. Seine Haut beruhigt sich und das Jucken lässt deutlich nach.“
Neben einer modernen Diagnostik und Therapie, die im Vordergrund der Behandlung steht, legt das Fachklinikum Borkum aber auch großen Wert auf die psychische Stabilisierung seiner Patienten.
Zusammen mit Gleichgesinnten lernen die Kinder, auf spielerische Art und Weise mit ihrer Erkrankung umzugehen. Als Ergänzung zu den täglichen Anwendungen wie Salz- und Ölbädern, lokalen Behandlungen, UV-Therapien und Inhalationen nimmt Michael deshalb an Schulungen und Übungen teil, in denen er wirkungsvolle Techniken erlernt, um seinen quälenden Juckreiz besser in den Griff zu bekommen. „Gleichzeitig kann er sich in der Gruppe mit anderen Kindern austauschen, die ebenfalls an Neurodermitis erkrankt und mit ähnlichen Problemen konfrontiert sind“, sagt die Mutter.
Entspannungsübungen wie Fantasiereisen gehören außerdem zum Behandlungsprogramm. Spiel und Sport am herrlichen Badestrand gleich vor dem Klinikgebäude gehören für Michael zu den Highlights während seines Aufenthaltes im Fachklinikum Borkum: Vom Trampolinspringen über Fußball- und Beachballspielen bis hin zur Strandolympiade bietet das Freizeitprogramm der Klinik eine abwechslungsreiche Vielfalt.
Aber auch die Insel Borkum hat ihren ganz besonderen Reiz: Zusammen mit seiner Mutter macht Michael lange Strandspaziergänge, Fahrradtouren oder Schiffsfahrten zu den Seehundbänken. „Es gibt auf der Insel fast keinen Fleck mehr, den wir noch nicht gemeinsam erkundet haben“, so Frau Kühlewind.
Wenn Michael seine Anwendungen und Kurse besucht, hat Frau Kühlewind Zeit, sich mit anderen Müttern auszutauschen. Sie nutzt die Gelegenheit, Vorträge von Ärzten und Psychologen des Fachklinikums zu besuchen, in denen ihr wichtige Informationen über die Erkrankung von Michael in anschaulicher Art und Weise vermittelt werden. „Denn je besser ich über Neurodermitis informiert bin, desto mehr verliert die Krankheit ihren anfänglichen Schrecken“, sagt die Mutter. „Auch wenn Michael sehr wahrscheinlich sein Leben lang von der Neurodermitis begleitet wird, haben wir durch unsere regelmäßigen Aufenthalte im Fachklinikum Borkum gelernt, die Krankheit zu akzeptieren und bestmöglich damit umzugehen.“