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Als wichtigste gasförmige Luftschadstoffe gelten:
Schadstoffe in der Luft schaden der Gesundheit - Allergien sind die häufig die Folge. Ein Erwachsener atmet täglich zwischen 15.000 und 20.000 Liter Luft ein und aus. Zahlreiche Schadstoffe und potenzielle Allergene dringen dabei in Atemwege und Lunge ein.
Luftschadstoffe wie Ozon, Schwefeldioxid oder Stickoxide schädigen die Schleimhäute der Atemwege und können dadurch die Entwicklung und Unterhaltung einer Allergie erleichtern.
Industrie- und Autoabgase - Kinder leiden besonders
Stickoxide
Studien haben gezeigt, dass Kinder in Gebieten mit einer erhöhten Stickoxid-Konzentration (NO2) häufiger und länger andauernde Atemwegserkrankungen haben. Stickoxide entstehen vorwiegend durch den Autoverkehr und die Industrie.
Ozon
Die Konzentration von Stickoxiden in der Luft hat auch Auswirkungen auf die Entstehung eines anderen Luftschadstoffes: des Ozons. Beim Menschen kann Ozon bis in die kleinsten Lungenbläschen vordringen. Durch das Einatmen von Ozon wird die Durchlässigkeit des Lungengewebes erhöht, wodurch Atemwegsbeschwerden entstehen. Menschen, die wiederholt Ozon ausgesetzt sind, können eine Verschlechterung der Infektabwehr und eine Erhöhung der bronchialen Empfindlichkeit gegenüber Allergenen entwickeln. Zwar führt die Ozonexposition zunächst zu einer akuten Einschränkung der Lungenfunktion, bald aber tritt ein Gewöhnungseffekt ein. Die Empfindlichkeit gegenüber Ozon ist individuell verschieden. Bei hohen Konzentrationen von etwa 400 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft treten Atembeschwerden auch bei gesunden Menschen auf.
Jeder reagiert anders auf Ozon
Bei starker körperlicher Anstrengung, etwa beim Sport, kann die kritische Menge weitaus geringer sein. Menschen mit Asthma bronchiale oder bronchialer Überempfindlichkeit reagieren sehr viel stärker auf Ozon. Bereits Konzentrationen um 200 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft können zu einer Verstärkung der allergischen Atemwegsreaktionen und zu einer erhöhten Empfindlichkeit in der allergenspezifischen bronchialen Provokation führen. Personen mit Heuschnupfen und Beschwerden in den unteren Atemwegen können unter Ozonbelastung auch asthmatische Beschwerden entwickeln. Neueste Studien zeigen, dass zwischen dem Anstieg von Pollenallergien in Kindesalter und hohen Ozonkonzentrationen ein möglicher Zusammenhang besteht.
Schwefeldioxide
Eine erhöhte Schwefeldioxid-konzentration (SO2) in der Luft löst beim Menschen Schleimhautreizungen von Nase und Rachen aus. Bei bestimmten Wetterlagen heftet sich SO2, das man meist nicht riechen und schmecken kann, an Staubpartikel, die über den Schleim der Atemwege aufgenommen werden und diese reizen.
Die Bronchien verengen sich
Dies führt vor allem bei Asthmatikern unter anderem zu Entzündungen an den Atemwegen, die eine Verengung der Bronchien verursachen. Bei häufiger SO2-Belastung kann sich ein überempfindliches Bronchialsystem entwickeln. Chronische Bronchitis, die Neigung zu Asthmaanfällen und Pseudo-Krupp-Erkrankungen sind die Folge.
Schadstoffgemische
Erhöhte Konzentrationen der einzelnen Luftschadstoffe treten oftmals in Kombination mit anderen Schadstoffen auf, vor allem in Industriegebieten. Diese Gemische können eine deutlich stärkere Wirkung entfalten. So ist die durch einen Mix an Luftschadstoffen hervorgerufene Beeinträchtigung der Lungenfunktion nachweisbar höher als bei Einzelschadstoffen. Die Kenntnisse über die Kombinationswirkungen von einzelnen Luftschadstoffen sind jedoch insgesamt noch sehr ungenügend.