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Immer mehr Menschen leiden nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) an allergischem Asthma bronchiale. Es handelt sich dabei um eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Atemwege, die durch anfallsartige Atemnot und Atemwegs-Hyperreaktivität gegen Reize verschiedenster Art charakterisiert ist. Auslöser für allergische Asthmaanfälle sind körperfremde Stoffe aus der Umwelt, wie zum Beispiel Hausstaubmilben, Tierhaare oder Pollen. Der Grundstein der Erkrankung wird bereits im frühen Kindesalter gelegt: Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen einen Zusammenhang zwischen frühkindlicher Allergenbelastung und dem Risiko, an Asthma bronchiale zu erkranken.
Mit der Geburt beginnt die Entwicklung des körpereigenen Immunsystems. Bei diesem Prozess werden über den Kontakt mit körperfremden Stoffen, den so genannten Antigenen, spezifische Antikörper gebildet. Dabei kann es auch zum ersten Kontakt mit potenziellen Allergenen kommen. Wissenschaftliche Studien konnten nachweisen, dass gerade die frühe Entwicklungsphase des Säuglings entscheidend für die Ausprägung von Allergien ist. Bei genetischer Veranlagung, das heißt, wenn beide Eltern oder nur ein Elternteil unter allergischem Asthma, Heuschnupfen oder Neurodermitis leiden, sollten präventive Maßnahmen bereits im Säuglingsalter beginnen. Basis dafür ist die Vermeidung potenzieller Lebensmittel-Allergene. Auch konsequentes Stillen in den ersten sechs Monaten verringert die Häufigkeit von Asthma im zweiten Lebensjahrzehnt. Denn Muttermilch ist ideal für die Ernährung des Säuglings. Sie ist einerseits den entwicklungsspezifischen Bedürfnissen des Säuglings angepasst und andererseits sehr arm an Allergenen. Dieser frühe Kontakt des Kindes mit minimalen Mengen an Allergenen ist ein natürlicher Vorgang, der zur Entwicklung einer gesunden Immunantwort gegen häufig wiederkehrende Nahrungsmittelallergene erforderlich ist.
Die Ernährung der werdenden Mutter
Ob und inwieweit die Ernährung der Mutter während der Schwangerschaft das Allergierisiko des Säuglings beeinflusst, konnte noch nicht eindeutig geklärt werden. In diesem Zusammenhang wurden Studien durchgeführt, bei denen die Schwangere eine Eliminationsdiät einhalten und auf hochallergene Nahrungsmittel wie Fisch, Eier, Frischmilch, Sojaprodukte, Nüsse, Zitrusfrüchte und anderes verzichten musste. Die allergievorbeugende Nutzung einer solchen Diät konnte jedoch nicht festgestellt werden. Vielmehr erscheint angesichts des Aufwandes und der Gefahr, dass Mutter und Fötus nur unzureichend mit Nährstoffen, Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen versorgt werden, eine solche Diät nicht sinnvoll. Eine wirkungsvolle Präventivmaßnahme hingegen ist der Verzicht auf das Rauchen.
Umweltfaktoren als Auslöser
Das allergische Asthma beruht überwiegend auf Sensibilisierungen gegen Allergene der allgemeinen Umwelt, den so genannten Aeroallergenen. Für einzelne Allergene konnte gezeigt werden, dass die Sensibilisierung umso stärker ist, je intensiver eine Person mit den Allergenen in Kontakt kommt. Hierzu zählen die Hausstaubmilbenallergene, tierische Allergene wie Katzen- oder Hundehaare sowie Birken- oder Gräserpollen. Außerdem können Ozon und Stickoxide die allergische Reaktion bei Asthmatikern verstärken. Im Innenraumbereich ist Tabakrauch der wichtigste inhalative Schadstoff, der durch Passivrauchen bei Kindern zur Entwicklung einer obstruktiven Bronchitis bzw. eines Asthma bronchiale führen kann.
Allergische Auslöser
Nicht allergische Auslöser