Ganzjährige Symptomatik
Saisonale Symptomatik
Im Frühjahr
Im Sommer:
Gräser- oder Getreidepollen
Im Spätsommer:
Etwa 15–20 Prozent der Menschen in Mitteleuropa leiden derzeit unter einer umgangssprachlich auch als Heuschnupfen bezeichneten Rhinoconjunctivitis allergica. Obwohl diese Erkrankung gemeinhin als weniger schwer gerade im Vergleich zum Asthma bronchiale angesehen wird, stellt sie für den Betroffenen aufgrund der chronischen oder rezidivierenden Symptomatik häufig eine starke Beeinträchtigung der allgemeinen Lebensqualität dar.
Die medizinische Bezeichung Rhinoconjunctivitis allergica beinhaltet bereits die Lokalisation (rhino-, griech. für Nase; conjunctiva, lat. für Augenbindehaut) als auch einen Hinweis auf den allergischen Ursprung der Erkrankung. Dabei handelt es sich um eine symptomatische Erkrankung der Schleimhäute von Nase und Augen auf dem Boden einer zumeist durch Kontakt mit Aeroallergenen (wie z. B. Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare, Schimmelpilze) ausgelösten Entzündungsreaktion.
Typische Symptomatik
Viele der Patienten leiden unter gehäuft auftretenden Niesanfällen, einem wässrigen Fließschnupfen mit einer verstopften Nase sowie einer Rötung der Augenbinde- haut mit vermehrtem Tränenfluss. Zusätzlich kann Juckreiz an der Bindehaut, in der Nase, am Gaumen und sogar im Gehörgang (aufgrund der Tuba auditiva, einem Verbindungsgang zwischen Rachenraum und Mittelohr) bestehen. Die Anschwellung der Tube kann auch zu einer vorübergehenden Hörminderung führen. Die beschriebenen Symptome zeigen sich meist bei episodischem bzw. saisonalem Allergenkontakt, zum Beispiel mit Baumpollen während des Frühjahrs oder mit Gräser- und Getreidepollen im Sommer.
Ganzjähriger Niesreiz
Neben den jahreszeitlich auftretenden Beschwerden klagen einige der Betroffenen jedoch auch über eine ganzjährig persistierend blockierte Nasenatmung mit wenig Sekret und Niesreiz. Diese geht vermehrt einher mit einer Mundatmung, nasaler Sprache, einem eingeschränkten Geruchs- und Geschmackssinn sowie zum Teil auch mit Allgemeinsymptomen wie Kopfschmerzen, Müdigkeit und Konzentrationsschwäche.
Die subjektive Belastung des einzelnen Patienten hängt hierbei von der Häufigkeit und Schwere der beschriebenen Symptome ab. Insbesondere eine Beeinträchtigung des Schlafs, Probleme bei der Arbeit bzw. bei Kindern in der Schule, aber auch Störungen der Tages- und Freizeitaktivitäten können für den Einzelnen schwerwiegende Folgen haben.